Die Süßigkeiten gehören hinter Gitter

Wie zum Teufel komme ich hier vorbei???

Ich denke, dass ich jetzt so weit bin politisch gegen die Kalorien aktiv zu werden. Ähnlich wie ein militanter Nichtraucher, werde ich als militanter Nicht-Schlucker gegen die Marketing-Maschine der Süßwaren-Industrie zu Felde ziehen. Ernsthaft: seit ich nicht mehr in jedem Supermarkt, an der Tankstelle, an der Kinokasse oder in der Videothek mal eben einen Schokoriegel mitnehmen kann, wenn ich das möchte, fällt mit erst auf wie unfassbar riesig das Angebot ist. Ich war für ein paar Einkäufe mit meiner Freundin und meiner kleinen Nichte in einigen Supermärkten und habe mich danach gefragt:

Wie soll denn ein Mensch, der eine gewisse Schwäche für Süßigkeiten hat (siehe Rubrik Fastenzeit-Trittbrettfahrer), diesem ständigen Angebot widerstehen können. Überall lauern die hochprozentigen Pausensnacks, denen durch die Werbung noch das Image verliehen wird, dass sie Power bringen und Energie spenden. Aber viel zu viel Energie auf engem Raum. Wenn man ein paar Tage Buch über die zu sich genommenen Kalorien und seine Ernährung führt, wird einem bewusst, wie viele hochveredelte und unnatürliche Produkte man tagtäglich so in sich reinschmeißt. Und ich bin mir fast sicher, dass ich das auch wieder vergessen werde, wenn die Diät einige Zeit vorbei ist.

Deswegen plädiere ich aus Selbstschutz dafür, dass Süßigkeiten überall hinter verschlossene Glasscheiben kommen müssen. Ähnlich wie bei wertvollem und hochprozentigem Schnaps, müsste dann erst der Verkäufer kommen und aufschließen. Vielleicht würde man dann in den 5 Minuten darüber nachdenken, was man seinem Körper da eigentlich antut. Es wäre auf jeden Fall ein Warnsignal. Schließlich überholt ein zu viel an Bauchspeck gerade das Rauchen als Risikofaktor Nummer 1 für Krebserkrankungen. Da ist der Vergleich mit der Tabakindustrie auf einmal überhaupt nicht mehr weit weg.

P.S.: Für alle die gerade auch abspecken: der WDR hat seine letzte Wissenschaftssendung Quarks & Co. dem Fasten und verzichten gewidmet. Kann man sich hier anschauen: http://www.wdr.de/tv/quarks/sendungsbeitraege/2012/0228/001_fasten.jsp

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Kategorien: Uncategorized | 2 Kommentare

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2 Gedanken zu „Die Süßigkeiten gehören hinter Gitter

  1. Stefan Dietrich

    Hi Tim,
    bei uns im Büro haben wir gerade eine noch bessere Idee entwickelt (Urheber ist Kollege C.). Man könnte an der Supermarktkasse eine Art Körperscanner installieren, der Deinen Body-Mass-Index misst. Nur wenn Du ohne Beanstandung durchkommst, bekommst Du den Schokoriegel.

  2. Matthias Mayer

    Hi Tim,
    lass die Selbstkasteiung sein. Das bist nicht Du!!!! Nicht der Schoko-Riegel ist böse,
    sondern diejenigen, die ihn einem sinnenfrohen Genussmenschen wie Dir madig
    machen wollen. Wir wollen keinen schlechtgelaunten Hungerhaken!

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