„Ich bin mal eben raus, mit dem Jojo spielen“

Das Wochenende der Diät-Extreme liegt hinter mir,

Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern: Heute bin ich selbst mein bester Gast

am Samstag stand mein Geburtstag an. Der einzige Tag, an dem ich mich in Abspeck-Tagen bis Ostern nicht zurückhalten wollte. Wenn man zum letzten Mal eine 2 vorne hat, dann sollte man den Tag nicht mit Soja-Eiweiß-Shakes verbringen. Altersmäßig komme ich ja jetzt in einen Bereich, der nicht mehr so weit von den Lebensjahren entfernt ist, in denen mir das Zeug per Magensonde verabreicht wird. Darum war die Vorfreude schon am Freitag groß, auf einen Tag mit Schokokuchen, Bier und Festagsschmaus. Vorher musste ich allerdings nochmal ganz stark sein. Meine Mama und meine Oma, meine Freundin und ihr Bruder waren schon tags zuvor angereist.Auf dem Programm stand eine Führung durch meine neue Heimatstadt inklusive mehrmaligem präsentieren der kulinarischen Potenz der heimischen Küche. Es gab Jägerschnitzel mit Rahmsauce und Pommes, Johannisbeer-Sahne-Torte und dann abends wieder Pommes, diesmal mit exotischen Mandel-Gemüsebällchen. Allerdings nur für die Gäste: ich durfte für mich einen Salat und zwei Portionen meines neuen Diät-Drinks verbuchen (der übrigens ganz lecker ist).

Das Mitleid meiner Oma begrenzte sich auf den Satz: „Mensch, die Sauce ist aber auch lecker und ich hab schon seit Jahren keine Pommes mehr gegessen, die so kross sind“.

Über meinen Geburtstag brauche ich nicht viele Worte zu verlieren. Aufschlussreicher ist die Kalorientabelle, die ich unter „Kalorien-Kontrolle“ eingestellt habe. Wer das gelesen hat, kann sich lebhaft vorstellen, dass die Feier nicht schlecht gewesen sein kann. Wer hätte gedacht, dass drei dicke Scheiben Schokokuchen schon 1300 Kalorien haben, wenn man auch noch Butter drauf schmiert?

Mein Dank richtet sich an die Marburger Stadtväter. Wenn ihr das Schloss nicht so weit oben und vor so attraktiver Kulisse gebaut hättet – die zur Folge hatte, dass ich mit mehreren Besuchern die zahlreichen Treppenstufen wieder und wieder habe erklimmen müssen – ich hätte wohl wieder ganz von vorne anfangen müssen.Nicht vorzustellen, wie sich ein Schrägaufzug auf meine Figur ausgewirkt hätte.

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Kategorien: Uncategorized | Ein Kommentar

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Ein Gedanke zu „„Ich bin mal eben raus, mit dem Jojo spielen“

  1. Stefan Dietrich

    Hi Tim,

    lass uns gemeinsam eine Eingabe an die Marburger Stadtväter machen: Der Schrägaufzug soll gebaut werden, aber mit Fahrradpedalen für Abnehmwillige. Wenn Du mit Muskelkraft nicht nur Dein eigenes Gewicht, sondern auch noch das Deiner Mutter und Oma zum Schloss befödert hättest, dann hättest Du sogar noch ein viertes Stück Schokotorte essen dürfen – ohne schlechtes Gewissen.

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