Monatsarchiv: März 2012

Ein Mc Rohkost aber Maxi mit großer Cola light und die frittierte Obsttüte mit Mayo (alles zum mitnehmen, damit McDonalds Steuern spart), danke!

Bilderrätsel: Wer das Salatblatt findet, bekommt meinen McDonalds Monopoly Sofortgewinn: Eine Bauch-weg-Hose (100% Polyester)

Skandal: Zu wenig Trauben in der McDonalds Obsttüte. Das haben Blogger jetzt herausgefunden. Obwohl auf der Obsttüte bei McDonalds drauf steht, dass 75% Äpfel und 25% Trauben drin sind, ist dies nicht der Fall!!! Und noch viel schlimmer: Es sind sechs Trauben auf der Tüte abgebildet und nur drei drin. „Ich krich die Krise“, denke ich mir und mach bei google den Check: Wenn ich McDonalds und Apfel eingebe, was passiert dann? Skandal: Ich bekomme 333000 Ergebnisse und auf den ersten zehn Seiten tauch nicht einmal das Wort Obsttüte auf, sondern an 1. Stelle: Apfeltasche, an 2. Stelle: Apfel-Chicken-Burger von Schubeck und an Stelle 3.: Die Hello-Kitty-Brot-Box auch für „APFEL“-Stücke geeignet.

 Wen interessiert das? Keinen! Denn niemand fährt zu McDonalds um sich da Äpfel zu kaufen. Genau das wäre auch mein Verhängnis geworden, wenn mich gestern Abend jemand im McDonalds Drive In in Marburg gesehen hätte. Nass geschwitzt bin ich vor die Sprechanlage gefahren. Und größenwahnsinnig wie ich bin, hab ich tatsächlich gedacht: „Was wenn mich jetzt einer der Blog-Leser entdeckt? Was wenn der Verkäufer mein Gesicht erkennt, fängt dann die Internet-Hetzjagd an?

Als ich mein Hamburger Royal TS in der Hand hielt, die warmen Pommes in der Tüte fühlte war ich für einen Moment so glücklich, dass ich die beiden ganz für mich alleine haben wollte und so schnell losfuhr, dass der McDonalds-Verkäufer, der natürlich nicht zu den im Schnitt 70 Lesern, die pro Tag meinen Blog verfolgen (oder waren das nur Klicks) zählte bis zur Straße hinter mir her laufen musste, um mir die Cola light noch ins Auto zu reichen.

Und der Grund: Angst und Trotz!

In meiner Zeitschrift steht: „Um sich darauf vorzubereiten, dass man während der Fastenwoche keine feste Nahrung zu sich nimmt, sollte man auch am Tag oder den Tagen vorher nur Rohkost verspeisen.“ Was?

Wenn ich schon eine Woche auf alles verzichte, was mir das Leben versüßt, also ganz wörtlich, dann muss ich es doch nochmal richtig krachen lassen. Das Ergebnis seht ihr auf dem Foto. Das war die Henkersmahlzeit. Ab jetzt gibt es eine Woche nichts mehr!

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Warum Curry dick macht und Kino schlank!

Kalorienfutter nein, Lesefutter ja! Ich informiere mich, weiß aber eigentlich alles besser

Ich habe mir für zwei Zeitschriften gekauft, die mich im Bereich Ernährung  und Diät, wieder ein bisschen weiser machen sollten: Die „Neon“, fragte mich auf ihrem Cover: „Wie gesund lebst du?“ und wollte 44 Tipps liefern,  „um besser mit seinem Körper umzugehen, ohne sich den Spaß zu verderben“. Fraglich, wenn der erste Tipp den ich lese heißt: Vor dem Fernseher besser Trockenobst statt Gummibärchen essen, das hat weniger Kalorien (Ach was!). Und dann auch noch der Rat, dass man bei einem Marathonlauf nicht an die gesamten 42 Kilometer denken, sondern sich immer an kleinen Ziele orientieren soll (42 Kilometer sind trotzdem lang). Andere Tipps waren da schon deutlich lebensnäher: Nach einer durchzechten Nacht ist es um 300 Kalorien besser Pommes und dann erst zuhause ein Wurstbrot zu essen, als zu den Pommes direkt eine Currywurst zu knabbern. Die Kalorien müssen also im Curry stecken. Und: Kino macht schlank, weil Popcorn nur halb so viele Kalorien wie Chips haben, die man ja meist zuhause auf dem Sofa ist. Im Altpapier ist sie gelandet, als mir die Infos meine Wein-Diät madig machen wollten: „Alkohol bewirkt, dass Fett verstärkt im Bauchraum eingelagert wird“ Und dann auch noch: „Gezielt den Bauchspeck wegtrainieren funktioniert allerdings nicht, denn man nimmt nicht unbedingt da ab, wo man seine Muskeln trainiert.“ Käseblatt.

Da war für die Motivation und das nötige Know-how in Vorbereitung auf den Endspurt meiner McAbspeck-Wochen die andere Zeitschrift wesentlich hilfreicher (Geo kompakt: Gesunde Ernährung, schweineteuer aber informativ). Wie der Zufall es will, vergleicht eine Extraseite in dem Heft verschiedene Methoden von Null-Diäten. Und ich hatte mir ja vorgenommen in meine Diät eine Woche Null-Diät einzubauen:

Ich habe mich für das „modifizierte Fasten“ entschieden: „Zwei bis drei Liter kalorienfreie Fastengetränke sowie täglich 50 bis 100 Gramm Proteine in Form eines Konzentrats.“ Das hat erstens den Vorteil, dass ich am Ende des Monats kein Geld mehr für einen Einkauf ausgeben muss und zweitens, dass ich auch die Reste meines Eiweißpulvers noch loswerde. Und das Ergebnis laut Geo: „Hohe Gewichtsreduktion. Zudem wird weniger Körper-Eiweiß abgebaut, als bei einer reinen Null-Diät. Die Gefahr des Jo-Jo-Effektes ist geringer“. Also: Freude pur! Morgen mittag wiege ich mich nochmal und dann soll die Mission gelingen: Zweistelligkeit!!!

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Sport? Gibt´s doch auch Filme drüber

Suchbild: Könnt ihr den extrem schlanken OP-Redakteur auf diesem Bild entdecken?

Sport ist Mord und zwar für die kleinen Kalorien:

das hat wirklich gut geklappt. Zwar habe ich aufgrund steigender Temperaturen auf der Waage am vergangenen Donnerstag nicht ganz so viel angehabt, wie am Beginn der Diät. Aber selbst wenn wir noch ein halbes Kilo drauf rechnen, wären es immerhin schon 7 Kilo und das ist doch ordentlich. Ich hab mal in einem Interview erfahren, dass es für viele trockene Alkoholiker gut ist, wenn sie sich jeden Tag sagen: Heute trinke ich keinen Alkohol. Diesen einen Tag trinke ich keinen Alkohol. Ein bißchen so ist es bei der Diät auch, man muss sich auf jeden Tag auf heute konzentrieren. Allerdings ohne vergleichbar gravierenden Konsequenzen, wenn es dann doch mal einen Tag nicht klappt. Man sollte sich nur nicht vor einer langen Diät Angst machen und an 7 Wochen Askese und Reispuffer denken. Jedenfalls funktioniert das bei mir so ganz gut, aber auch nicht jeden Tag: Das war das Wort zum Sonntag!

Zum Sport: Es ist natürlich toll, wenn der Frühling gerade anbricht und man das erste Mal draußen an der Lahn Joggen geht

Ein Suchbild: Könnt ihr den extrem schlanken OP-Redakteur auf diesem Bild entdecken?en kann. Das habe ich Ende letzter Woche gemacht und mich super gefühlt. Heute Morgen habe ich allerdings eine Schwimmeinheit verpasst, weil ich gestern noch lang mit meinen Mitbewohnern gequatscht habe und im Bett noch „Moneyball“ geguckt habe. Immerhin ein Sportfilm, ganz gut, nur nicht geeignet um Pfunde loszuwerden. In meinem täglichen Kalorienzähler habe ich für jede Sporteinheit jetzt eine Kalorienzahl abgezogen. Das motiviert natürlich ein bißchen und man kann was extra essen. Ich hab Bock auf Schokolade, aber ich will ja fit und schlank werden: Und auch wenn die Rittersport, die mich gerade anlächelt „Olympia“ heißt, ist hier dabei sein definitiv nicht alles.

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Die Zeit ist ein Arschloch, warum Diäten schief gehen

14. Februar: So, 1,2 Kilo inklusive Wein-Diät und 6000-Kalorien-Geburtstag. Das kann sich doch sehen lassen. Man darf sich nicht jeden Spaß verbieten.

Manchmal ist die Zeit ein Arschloch, weil man nicht genug davon hat, um sich auf alles zu stürzen was einem gerade wichtig ist. Außerdem muss man ja auch manchmal ein bißchen abschalten, es muss Zeit geben, zu denen nichts wichtig ist. Bei meiner Diät ist das auch so. Eigentlich wollte ich mich schon lange mit einem Sportmediziner treffen, um mich beraten zu lassen, welcher Sport zu mir passt (etwas Knie geschädigt, ein Mittelfußbruch) und was die Fettverbrennung besonders anregt. Eigentlich wollte ich nochmal bei dem Psychologen nachhaken, von dem ich mir einige Psycho-Kniffe in puncto Verzicht holen wollte. Eigentlich wollte ich mal wieder meine Ernährung für eine Woche planen. Meine Kalorienwerte habe ich seit Tagen aus dem Auge verloren. Aber irgendwie war nie Zeit und das eigentlich überraschende: Irgendwie geht es ja auch so. Es werden wahrscheinlich bei jedem die Tage kommen in einer Diät, in der das Abnehmen zur lästigen Routine wird. Aber warum soll man nicht einfach noch mal neu anfangen, wenn man am Sonntag doch noch ein Stück Kuchen beim Familienkaffeetrinken gegessen hat. Ich jedenfalls glaube weiter an mich und die Waage gibt mir bisher ja auch Recht. Nochmal 1 Kilo habe ich in den vergangenen beiden Wochen trotz Wein-Diät und 6000-Kalorien-Geburtstag abgenommen. Ich habe schon kein Bedürfnis mehr nach einem Schokoriegel. Jeder Tag ist noch ein kleiner Kampf, weil man das Gefühl nicht los wird, das irgendetwas fehlt, wenn man nichts hat, was man sich zwischendurch reinschieben kann. Aber das Gefühl wird zum vertrauten Begleiter und ich freue mich ehrlich gesagt auch ein bißchen darüber, denn immer wenn das Gefühl da ist und ich ihm nicht nachgebe bedeutet das, dass ich kurz davor oder dabei bin, wieder ein paar Gramm Fett abzunehmen.

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Dionysos, dein Freund und Helfer

Wer saufen kann, kann auch arbeiten. Die Schattenseiten der Wein-Diät

Auch ein Diäter muss mal Urlaub machen, und so war ich in der vergangenen Woche mit lieben Freunden ein paar Tage im Elsass. Das hörte sich aus der Abnahme-Perspektive ziemlich gewagt an, denn das Elsass ist durchaus bekannt für seine kulinarischen Vorzüge. Flammkuchen, Wein oder Croissants gehören eigentlich auf keinen Diät-Plan.  Heikel war es dann auch, bot aber die Chance, eine ganz neue Art des Abnehmens auszutesten: die Wein-Diät.

Diese sieht folgendermaßen aus: Man versucht sich den ganzen Tag mit einem Milch-Diät-Drink und einem bisschen Obst und Müsliriegel über den Tag zu retten, um dann abends mit einem ausladenden Abendessen und bis zu zwei Flaschen Wein alles zu zerstören. Wichtig dabei ist, dass man einen Winzer seines Vertrauens findet, der einem erklärt, in welcher Reihenfolge man den Wein trinkt: erst trocken, dann lieblich. Das führt zwar nicht zu mehr Gewichtsverlust, schmeckt aber besser.

Dass ich in der Zeit trotzdem gefühlt ein paar Gramm abgenommen habe (zumindest meinen einige Kollegen schon eine Veränderung zu bemerken – die Waage ist derzeit kaputt), habe ich der Tatsache zu verdanken, dass es sich um ein Selbstversorger-Haus handelte, welches man im März per Ofen heizen muss, wenn man nachts nicht erfrieren möchte. Das bedeutet: Holz schleppen, hacken und stapeln.

Bewegung scheint eine wichtige Rolle beim Abnehmen zu spielen, und so habe ich mich entschieden, nach meinem Urlaub den Sport stärker in den Diät-Fokus zu rücken.  Jeden Tag eine Stunde Bewegung scheint mir für die Zeit des Abspeckens eine geeignete Dosis. Ich werde mich heute mal wieder wiegen, damit ich auch den Erfolg meiner diversen Bemühungen besser einschätzen kann, Daumendrücken hilft bestimmt.

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Die Süßigkeiten gehören hinter Gitter

Wie zum Teufel komme ich hier vorbei???

Ich denke, dass ich jetzt so weit bin politisch gegen die Kalorien aktiv zu werden. Ähnlich wie ein militanter Nichtraucher, werde ich als militanter Nicht-Schlucker gegen die Marketing-Maschine der Süßwaren-Industrie zu Felde ziehen. Ernsthaft: seit ich nicht mehr in jedem Supermarkt, an der Tankstelle, an der Kinokasse oder in der Videothek mal eben einen Schokoriegel mitnehmen kann, wenn ich das möchte, fällt mit erst auf wie unfassbar riesig das Angebot ist. Ich war für ein paar Einkäufe mit meiner Freundin und meiner kleinen Nichte in einigen Supermärkten und habe mich danach gefragt:

Wie soll denn ein Mensch, der eine gewisse Schwäche für Süßigkeiten hat (siehe Rubrik Fastenzeit-Trittbrettfahrer), diesem ständigen Angebot widerstehen können. Überall lauern die hochprozentigen Pausensnacks, denen durch die Werbung noch das Image verliehen wird, dass sie Power bringen und Energie spenden. Aber viel zu viel Energie auf engem Raum. Wenn man ein paar Tage Buch über die zu sich genommenen Kalorien und seine Ernährung führt, wird einem bewusst, wie viele hochveredelte und unnatürliche Produkte man tagtäglich so in sich reinschmeißt. Und ich bin mir fast sicher, dass ich das auch wieder vergessen werde, wenn die Diät einige Zeit vorbei ist.

Deswegen plädiere ich aus Selbstschutz dafür, dass Süßigkeiten überall hinter verschlossene Glasscheiben kommen müssen. Ähnlich wie bei wertvollem und hochprozentigem Schnaps, müsste dann erst der Verkäufer kommen und aufschließen. Vielleicht würde man dann in den 5 Minuten darüber nachdenken, was man seinem Körper da eigentlich antut. Es wäre auf jeden Fall ein Warnsignal. Schließlich überholt ein zu viel an Bauchspeck gerade das Rauchen als Risikofaktor Nummer 1 für Krebserkrankungen. Da ist der Vergleich mit der Tabakindustrie auf einmal überhaupt nicht mehr weit weg.

P.S.: Für alle die gerade auch abspecken: der WDR hat seine letzte Wissenschaftssendung Quarks & Co. dem Fasten und verzichten gewidmet. Kann man sich hier anschauen: http://www.wdr.de/tv/quarks/sendungsbeitraege/2012/0228/001_fasten.jsp

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„Ich bin mal eben raus, mit dem Jojo spielen“

Das Wochenende der Diät-Extreme liegt hinter mir,

Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern: Heute bin ich selbst mein bester Gast

am Samstag stand mein Geburtstag an. Der einzige Tag, an dem ich mich in Abspeck-Tagen bis Ostern nicht zurückhalten wollte. Wenn man zum letzten Mal eine 2 vorne hat, dann sollte man den Tag nicht mit Soja-Eiweiß-Shakes verbringen. Altersmäßig komme ich ja jetzt in einen Bereich, der nicht mehr so weit von den Lebensjahren entfernt ist, in denen mir das Zeug per Magensonde verabreicht wird. Darum war die Vorfreude schon am Freitag groß, auf einen Tag mit Schokokuchen, Bier und Festagsschmaus. Vorher musste ich allerdings nochmal ganz stark sein. Meine Mama und meine Oma, meine Freundin und ihr Bruder waren schon tags zuvor angereist.Auf dem Programm stand eine Führung durch meine neue Heimatstadt inklusive mehrmaligem präsentieren der kulinarischen Potenz der heimischen Küche. Es gab Jägerschnitzel mit Rahmsauce und Pommes, Johannisbeer-Sahne-Torte und dann abends wieder Pommes, diesmal mit exotischen Mandel-Gemüsebällchen. Allerdings nur für die Gäste: ich durfte für mich einen Salat und zwei Portionen meines neuen Diät-Drinks verbuchen (der übrigens ganz lecker ist).

Das Mitleid meiner Oma begrenzte sich auf den Satz: „Mensch, die Sauce ist aber auch lecker und ich hab schon seit Jahren keine Pommes mehr gegessen, die so kross sind“.

Über meinen Geburtstag brauche ich nicht viele Worte zu verlieren. Aufschlussreicher ist die Kalorientabelle, die ich unter „Kalorien-Kontrolle“ eingestellt habe. Wer das gelesen hat, kann sich lebhaft vorstellen, dass die Feier nicht schlecht gewesen sein kann. Wer hätte gedacht, dass drei dicke Scheiben Schokokuchen schon 1300 Kalorien haben, wenn man auch noch Butter drauf schmiert?

Mein Dank richtet sich an die Marburger Stadtväter. Wenn ihr das Schloss nicht so weit oben und vor so attraktiver Kulisse gebaut hättet – die zur Folge hatte, dass ich mit mehreren Besuchern die zahlreichen Treppenstufen wieder und wieder habe erklimmen müssen – ich hätte wohl wieder ganz von vorne anfangen müssen.Nicht vorzustellen, wie sich ein Schrägaufzug auf meine Figur ausgewirkt hätte.

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