Nicht lang schnacken, Kopp in Nacken

Wasser, Kaffee, Brechmittel: Ein üppiges Sonntagsfrühstück stelle ich mir anders vor!

Ich bin das erste Mal richtig schlecht gelaunt,

haben die Leute, die ihre Pulver in die Apotheke stellen – um damit den Kunden ein „fröhliches, gesundes“ Abnehmen zu ermöglichen – ihr Produkt mal zwei Wochen selbst gegessen! Ich kontrollier nochmal, ob ich mich nicht doch bei den Brechmitteln vergriffen habe, nein. Naja, ich darf mich jetzt nicht zu sehr in die Abneigung reinsteigern, denn es liegt/liegen erst ein Tag hinter mir und noch mindestens sechs Tage vor mir. Der Milch-Drink mit Diät-Pulver schmeckt muffig nach Hafer, Soja und einer Ahnung Honig. Er körnt im Rachen, wenn man ihn trinkt.

Der einzige, der mir jetzt helfen kann, ist mein Opa. Der lebt zwar nicht mehr, ist aber in unserer Familie als der Mülleimer bekannt gewesen. Wahrscheinlich durch einschneidende Erlebnisse im Krieg und in kurzfristiger Gefangenschaft hat er Zeit seines Lebens immer alles gegessen. Die Reste, die wir ihm als Kinder übrig ließen, im Restaurant das billigste Gericht, egal was es war. Und morgens hat er sich einen Messbecher mit Kaffee gemacht, den er den  gesamten Tag über austrank. Am liebsten mochte er den Kaffee, wenn er abgestanden und kalt war. Da ich meinen Opa sehr mochte, denk ich jetzt einfach an ihn und versuch, nicht so eine verwöhnte  Memme zu sein.

Gestern habe ich noch viele Vorteile bei dem Diät-Drink gesehen. Man braucht sich keine Gedanken darüber zu machen, was man isst, das ganze Thema Essen ist schnell abgehandelt, und wenn man ansonsten nicht nur von Pfannkuchen lebt, ist es auch eine relativ günstige Angelegenheit.

Heute bin ich mir schon nicht mehr so sicher. Ich habe mich erst eine Stunde im Bett gewälzt, um nicht in die Küche an meine Dose gehen zu müssen. Sonst lockt mich am Sonntag immer ein üppiges Frühstück aus dem Bett. Und die Zeit, die ich jetzt mit Ekel verbringe, in der brat ich mir sonst Rührei.

Naja, aufhören zu heulen und machen. Oder, wie mein Opa sicher sagen würde:

Nicht lang schnacken, Kopp in Nacken!

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Kategorien: Uncategorized | 3 Kommentare

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3 Gedanken zu „Nicht lang schnacken, Kopp in Nacken

  1. Stefan Dietrich

    Hi Tim, möglicherweise hast Du den Diät-Drink einfach falsch zubereitet? Da Du gewiss immer noch unterhopft bist, solltest Du das Zeug einfach einmal mit Bier anrühren. Ob das besser schmeckt, weiß ich nicht, aber vielleicht hebt es Deine Laune.

  2. Gerd

    Brechmittel super. Die Idee von 40 Tagen Tortour noch besser. Bin überzeugt von viel bringt viel. Ob Qual, Mitleid oder Sport, ganz egal. Töte deinen Stoffwechsel aber nicht komplett ab. Das Zauberwort „Refeed days“ wird wie Musik in deinen Ohren klingen und dir die Zeit des Frusts der restlichen Woche vorkommen lassen wie ein Spaziergang an einem schattigen Naturweg bei 25 Grad im Fruehsommer während Elfen dein schweres Gepaeck tragen. (Oder so). Halt durch!!! 😉

  3. a

    Ich habe jetzt auch 2 Tage „Flüssignahrung“ hinter mir. Was mir zwischendurch echt geholfen hat, war mal ´n Schluck Cola light zu trinken. Das darf man bei meinem „leckeren“ Shake Gott sei Dank. Vielleicht hilft das weiter?

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